Unser Kiez

  • Neue & Alte Mitte
    Die Friedrichstadt entlang der Friedrichstraße mit dem Gendarmenmarkt, die Straße Unter den Linden mit dem Lindenforum, bestehend aus Oper, Universität, Hedwigs-Kathedrale und Zeughaus, die Spreeinsel mit dem nachgebauten Schloss als Humboldt-Forum und der Bereich zwischen Spree und Alexanderplatz unterm Fernsehturm, mit dem Rathaus und der Marienkirche, flankiert vom Viertel um die Nikolaikirche – das ist das Rückgrat der neuen alten Mitte Berlins.
  • Karl-Marx-Allee & Alexanderplatz
    Der Bauabschnitt Karl-Marx-Allee zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz bezeugt die Moderne in Architektur und Städtebau der DDR. Dabei wurde die große Magistrale in Richtung Alexanderplatz fortgesetzt und zugleich das Konzept des „sozialistischen Wohnkomplexes“ beispielhaft in der Innenstadt umgesetzt. Berlin unternimmt derzeit erneut den Versuch, beide Bauabschnitte der Karl-Marx-Allee und die Bauten der Interbau 1957 (das Hansaviertel in Berlin-Tiergarten und das Corbusier-Haus) zum Weltkulturerbe anzumelden.
  • Luisenstadt Nord
    Die nördliche Luisenstadt umfasst den Bogen von der Neuen Jacobstraße, das Heinrich-Heine-Viertel, die Köpenicker Straße und den Bereich am Michaelkirchplatz mit dem Engelbecken. Während der Teilung Berlins war dieser südliche Teil des Bezirks Mitte durch die Mauer von Kreuzberg getrennt. Die Wiederherstellung des Luisenstädtischen Kanals und des Engelbeckens gab der Luisenstadt ihren Namen zurück. Früher eine Ödnis, muss das Engelbecken heute befischt werden, um das ökologische Gleichgewicht zu halten.
  • Fischerinsel & Leipziger Straße
    Die Spreeinsel im Urstromtal bildet die landschaftliche Mitte Berlins. Im Norden durch die Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz geprägt, muss das Humboldt-Forum erst noch zu dem gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt werden, der er zu sein behauptet. Der Abriss des Palastes der Republik und der architektonische Rückbau in die Vergangenheit hat die Gespenster der Geschichte nicht vertreiben können. Aus gutem Grund diskutieren wir heute über die verdrängte deutsche Kolonialgeschichte und darüber, wem geraubtes Kulturgut zusteht.
  • Spandauer Vorstadt
    Die Spandauer Vorstadt zwischen Volksbühne, Hackeschem Markt, Monbijoupark und Friedrichstraße ist die größte erhaltene und Anfang des 18. Jahrhunderts planmäßig angelegte Vorstadt von Berlin. Viele Gebäude stammen noch aus dem 19. Jahrhundert, das Gebiet wird durch kleine Grundstücke und vielfältige Gebäudetypen charakterisiert. Dank des Programms Stadtumbau Ost, der Ausweisung als Sanierungsgebiet bis 2008 sowie als Gebiet des städtebaulichen Denkmalschutzes konnte das Gebiet vielfach profitieren und als innerstädtisches Wohnquartier gestärkt werden.